Aufruf zur Teilnahme am Klimastreik von Fridays for Future am 25.10.2019

Aufruf zur Kundgebung/Demonstration von Fridays for Future am 25.10.2019

Am Freitag den 25.10.2019 ruft die Klimabewegung Fridays for Future (FFF) zu einem Klimastreik unter dem Motto „Together we‘re stronger – Grenzen überwindenauf. Das Motto bezieht sich einerseits auf die gemeinsame, länderübergreifende Veranstaltung der Ortsgruppen Mannheim und Ludwigshafen, die um 12:00 Uhr auf der Freifläche in A1 beginnt und dann ab 13:30 Uhr vom Theaterplatz/Pfalzbau Ludwigshafen fortgesetzt wird. Andererseits beinhaltet das Motto auch den Appell, den Protest zum Schutz unserer Lebensgrundlagen gemeinsam wieder mit mehr Ausdruck auf die Straße zu bringen und weitere Gruppen der Gesellschaft zu mobilisieren.

Das in den vergangenen Wochen auf den Weg gebrachte so genannte Klimapaket, enttäuscht nicht nur indem es von der Wissenschaft empfohlene Maßnahmen ungenügend umsetzt und somit eine dringend notwendige Kehrtwende in der Klima- und Wirtschaftspolitik verhindert. Es fehlen Maßnahmen, um den öffentlichen Nahverkehr deutlich auszubauen und günstiger zu gestalten. Stattdessen soll die Pendlerpauschale erhöht werden, was den zum Großteil ökologisch unsinnigen Individualverkehr weiter fördert. Weiterhin werden die finanziellen Lasten und lebensweltlichen Einschnitte ungerecht auf die Bürger*innen übertragen, statt die großen Emissäre, wie Automobil- oder Energieindustrie stärker in die Pflicht zu nehmen.

Dadurch treffen die Maßnahmen auch Bürger*innen der unteren Einkommensklassen oder Menschen ohne Einkommen und Vermögen überproportional, für welche der finanzielle Spielraum auf ein würdiges Leben weiterhin eingeengt werden würde. Dies sorgt einerseits dafür, dass die Klimawende dort als Bedrohung und von oben verordnetes Projekt einer grünen Elite empfunden wird, was eine Spaltung der Gesellschaft und Exklusion einzelner Gruppen weiter vorantreibt und damit auch rechten Populist*innen in die Hände spielt.

Andererseits wird die Auseinandersetzung mit der Frage verweigert, ob ein gerechter Klimaschutz für die Menschen in Europa, aber auch in den bereits stark vom Klimawandel betroffenen Teilen der Welt, überhaupt ohne grundlegende Veränderungen in unserem Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell möglich ist.

Gerade eine kritische Studierendenschaft sollte hier ansetzen und sich an historische Momente erinnern, als im Zusammenschluss mit Schüler*innen und Lehrling*en starke Impulse im Sinne einer progressiven Gesellschaftspolitik formuliert wurden.

Der rasante Klimawandelt liegt nicht in ferner Zukunft. Für Millionen von Menschen ist er bereits heute eine reale Bedrohung ihrer Existenz und Lebensgrundlagen. Diese Erkenntnis scheint auch langsam in die Mitte der Gesellschaft zu dringen. Wo andere Bedrohungsszenarien an die Wand malen, sollten wir die Chancen sehen. Wo andere dabei sind tödliche Grenzen zu ziehen und auszubauen, sollten wir Grenzen überwinden! Together we’re stronger!
Deshalb unterstützt der AK Nachhaltigkeit im Fachschaftsrat den Klimastreik von Fridays for Future und ruft Studierende auf sich am kommenden Freitag an der Demonstration zu beteiligen!

WILLKOMMEN AM FB IV!

Morgen und am Dienstag finden die Einführungstage für unser neuen Kommiliton*innen am Fachbereich 4 statt.

Diese beginnen in der Ernst-Böhe Straße um 09:30 Uhr mit der zentralen Erstsemesterbegrüßung. Dort könnt ihr bereits eure Studi-Cards und eine Tasche der Hochschule abholen.
Im Anschluss an das Folgeprogramm ab etwa 13:00 Uhr, werden wir euch eine Führung in der Ernst- Böhe Straße anbieten. Danach geht es dann in der Maxstraße ab etwa 14:30 Uhr weiter. Wie ihr da mit dem Rad oder zu Fuß hin kommt, sehr ihr auf der Karte unten. Um mit den Öffentlichen an den Fachbereich zu kommen, fahrt ihr am besten mit dem Bus direkt vor der Hochschule bis zum Berliner Platz und könnt von dort aus bequem laufen oder mit der Straßenbahn Nr. 4 direkt vor dem Fachbereich aussteigen (Haltestelle Pfalzbau).

Am Sonntag habt ihr die Wahl!

Hallo Zusammen,

an diesem Sonntag, den 26.05.2019 finden Wahlen zum Europa-Parlament und Kommunalwahlen in mehreren Bundesländern statt. Dabei möchten wir an euch appellieren, von eurem Wahlrecht Gebrauch zu machen, um sich auf diesem Wege einem weiteren Rechtsruck in Europa entgegen zu stellen.

Zwar wollen wir nicht in den fatalistischen Tenor einstimmen, dass es sich um eine „Schicksalswahl für Europa“ handle, da die Befugnisse des Europaparlaments nach wie vor nicht denen nationaler Parlamente entsprechen. Trotzdem möchten wir darauf hinweisen, dass die Gefahr einer deutlichen Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse im Europaparlament bevorstehen könnte. Diese erscheint für ein paar wenige und bereits heute schon Privilegierte vielleicht wünschenswert. Für viele andere werden jedoch erhebliche Einschränkungen oder sogar Lebensgefahren damit verbunden sein.

In einzelnen Nationalstaaten kann man schon erkennen, welche Vorstellungen rechtspopulistische und rechtsradikale Parteien und Politiker*innen in Bezug auf demokratische Grundrechte vertreten. Nicht nur Gewaltenteilung, Presse- und Meinungsfreiheit oder der Schutz elementarer Menschen- und Minderheitenrechte sind für Rechtspopulisten lästige und zu überwindende Hindernisse. Auch Kultur- und Bildungseinrichtungen wie Schulen oder Universitäten sehen sich erheblichen Angriffen ausgesetzt.

Dabei braucht man gar nicht zwingend in andere Länder wie zum Beispiel Ungarn oder Polen schauen, wo die Angriffe auf demokratische Institutionen vorangetrieben werden. In Deutschland hat bereits das Auftreten der AfD und anderer rechter Organisationen dazu geführt, dass sich der politische Diskurs verschoben hat und Teile diskriminierender und menschen-verachtender Forderungen weiter in die sogenannte Mitte dringen konnten- Mit der irrwitzigen Begründung damit den Rechtsruck zu stoppen.

Im Wahlprogramm der AfD finden sich genügend Hinweise darauf, dass ihnen eine freie Lehre an Schulen oder Universitäten ein Dorn im Auge ist. Dass die Wahl bezüglich der Partnerin/des Partners und die eigene Lebensführung keine individuellen Entscheidungen sind, sondern sich am Nutzen für ein „deutsches Volk“ zu orientieren hätten. Dass Medien, die auf Gefahren rechter Politik hinweisen, Lehrer*innen, die zu sehr auf die jüngere deutsche Vergangenheit eingehen, oder Menschen, die rechten Aufmärschen entgegentreten, als undemokratisch bezeichnet werden. Und schließlich, dass soziale Rechte und Teilhabe weiter geschliffen werden sowie Vorsorge privatisiert und damit entsolidarisiert werden soll. Letztlich auch die Leugnung eines menschengemachten Klimawandels und dessen Bedrohungen für Milliarden Menschen, zeigen, dass von einer zukunftsfähigen Politik nicht die Rede sein kann.

Die AfD steht damit nicht allein und hat bereits angekündigt mit weiteren rechtspopulistischen und rechtsradikalen Parteien Europas eine Fraktion zu bilden.

Es gibt viel zu viel berechtigte Kritik an der Politik der Europäischen Union. Die europäische Grenzschutzagentur „Frontex“ soll weiter gestärkt werden, während zivile Seenotrettung im Mittelmeer kaum noch möglich erscheint und weiterhin Menschen ertrinken. Es gibt erstmals seit Jahrzehnten wieder harte Grenzen innerhalb des Schengen-Raumes und die Schuld daran wird auch noch den Menschen gegeben, die hier ihren Frieden und ihr Glück finden, oder einfach überleben wollen. Die soziale Ungleichheit zwischen dem „Norden“ und dem „Süden“ Europas nimmt stetig zu. Die Wirtschaftspolitik begünstigt vor allem die bereits starken Länder. Und schließlich ist Europa entweder direkt oder über Waffenlieferungen auch an diversen Kriegen beteiligt, die unzählige Menschenleben kosten und andere zur Flucht treiben. Und dies sind nur einige Beispiele.

Doch entgegen ihrer Darstellung haben die Rechtspopulist*innen und Rechtsradikale keine Antworten für diese Probleme, die nicht nationalistisch, rassistisch, chauvinistisch oder schlicht und einfach menschenverachtend und somit gegen jeglichen humanistischen Wertekanon gerichtet sind.

Wir als Studierende, Lehrende, Eltern, Söhne* und Töchter*, Liebende, Personen mit normalen oder weniger normierten Körpern und Geistern, Demokrat*innen und Anarchist*innen, Europäer*innen und Menschen aller Kontinente die hier in Frieden und Freiheit leben oder leben wollen, sind in wenigstens in einem der genannten Bereiche direkt betroffen.

Die EU kann und muss verändert werden. Aber lasst uns das Risiko eines Rechtsrucks in die Chance auf eine progressive Erneuerung der EU zum Wohle aller umwandeln. Ob an der Wahlurne, aktiv in der Parteipolitik oder außerparlamentarisch. Unsere Stimme gegen den Rechtspopulismus in Europa und überall!

Termine! Termine! Termine!

In zehn Tagen ist Europa- und Kommunalwahl, aber Politik findet nicht nur an der Wahlurne statt! Deshalb hier ein paar Termine für die kommenden Tage:

Im MArchivum und im RomnoKher finden heute 16.05.2019 Veranstaltungen zum Anlass der ersten familienweisen Deportation von Sinti und Roma aus Deutschland statt.
https://sinti-roma.com/event/aufstand-in-auschwitz/

Am Samstag den 18.05.2019 findet eine antifaschistische und antikapitalistische Bündnisdemo mit dem Motto „Widerstand organisieren! Rechtsruck zurückschlagen! Kapitalismus abschaffen“ in Karlsruhe statt.
Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Kirchplatz St. Stephan.
https://www.facebook.com/oatmannheim/posts/2277719562308624?__tn__=K-R

Am Sonntag den 19.05.2019 wird es ab 11:00 Uhr anlässlich des Besuchs von Alexander Gauland im Schützenhaus Mannheim-Feudenheim eine Gegenkundgebung vor dem Eingang des Lokals geben.
https://www.facebook.com/events/533646530372991/